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„Auch Unternehmen sind in der Verantwortung, ehrenamtliche Unterstützung zu leisten.“

Thomas Kersten

Im Interview Thomas Kersten von der Sinsheimer Wolf GmbH Internationale Spedition sprachen wir über das Projekt „Gartenmöbel bauen aus Paletten“, das während des Freiwilligentages 2016 Notunterkünfte für Flüchtlinge praktisch und funktional aufwerten möchte.

 Im Rahmen des Freiwilligentages 2016 möchten Sie in der Notunterkunft Sinsheim Gartenmöbel für Geflüchtete bauen. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Thomas Kersten: Ich habe mich in der Notunterkunft für Flüchtlinge umgesehen und festgestellt, dass es keine schönen Möglichkeiten für die Bewohner gibt, sich draußen aufzuhalten. Bei der Arbeit in einer Spedition ist die genormte Europallette (120x80cm) ein wichtiger Bestandteil, kostengünstig Waren zu transportieren. Die Palletten werden als Ladehilfsmittel zum Be- und Entladen und zum Transport auf dem LKW genutzt. So kam ich auf die Idee, Gartenmöbel aus Holzpaletten zu bauen. Zudem sind die Paletten robust und langlebig und somit auch nachhaltig. Also eine wahre Bereicherung für den Außenbereich der Notunterkunft und hoffentlich bald ein beliebter Treffpunkt für die Geflüchteten.

An wen richtet sich dieses Angebot – was konkret sollten Helfer mitbringen?

Thomas Kersten: Das Angebot richtet sich an Unternehmen und Privatpersonen, die Spaß daran haben, handwerklich etwas zu leisten und sich gemeinnützig für die Flüchtlinge einzusetzen. Wir freuen uns über die rege Teilnahmebereitschaft unserer Mitarbeiter bei diesem Projekt und konnten bereits die EPAL Organisation sowohl als personelle Verstärkung, aber auch mit Palletten als Spenden gewinnen. Über die Veröffentlichung auf „Wir-schaffen-was“ hat sich auch die Firma VAG Armaturen GmbH, Mannheim mit 5 Mitarbeitern als Unterstützung angemeldet. Im persönlichen Gespräch haben wir mit VAG bereits die Zusammenarbeit in diesem Projekt abgestimmt.

Ehrenamtliches Engagement befindet sich – gerade in Bezug auf die Flüchtlingshilfe – derzeit glücklicherweise im Aufwind. Inwiefern sehen Sie sich auch als Unternehmen in der Verpflichtung, „Gutes“ zu tun?

Thomas Kersten: Das soziale Engagement der Wolf Spedition hat seit vielen Jahren Tradition und der Freiwilligentag bietet unter dem Motto „Wir schaffen was“ eine gute Möglichkeit, das DRK in Sinsheim innerhalb eines gemeinnützigen Projektes zu unterstützen. Auch Unternehmen sind in der Verantwortung, ehrenamtliche Unterstützung zu leisten.

Ist es für Sie und Ihr Unternehmen auch vorstellbar, abseits des Freiwilligentages sinnvolle Projekte zu unterstützen oder tun Sie dies eventuell bereits?

Thomas Kersten: Die Wolf GmbH Internationale Spedition arbeitet seit Jahren immer wieder in gemeinnützigen Projekten mit. Schon 2010 haben wir auch außerhalb von Deutschland in Projekten mitgewirkt z. B. in Uganda, dort gab es ein Projekt für nachhaltige Unterstützung  einer Dorfgemeinschaft bei Schul- und Gemeindezentrum-Neubau, Brunnenbohrung und Einkleidung von Kindern in Schuluniformen sowie Ausbildung der Dorfbewohner in handwerklichen Belangen.

Was sind Ihre Erwartungen für den Freiwilligentag 2016?

Thomas Kersten: Gemeinsam mit unserem Partner, der European Pallet Association e.V. (EPAL) –  Dachverband der lizenzierten Hersteller und Reparateure von EPAL-Europaletten und –Gitterboxen und den beteiligten Helfern weiterer Firmen, möchten wir an diesem Tag etwas für die Integration und die Akzeptanz der Flüchtlinge in der Metropolregion-Rhein-Neckar beitragen. Gleichzeitig wollen wir unsere Mitarbeiter für die Flüchtlingshilfe sensibilisieren und motivieren sich aktiv in der Hilfe einzubringen.

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